Leben
Das Leben im Kolleg am Ring zeichnet sich vor allem durch die Gemeinschaft in den Fluren, gelegentlichen Hausaktivitäten und der Selbstverwaltung aus. Im Folgenden geben wir dir einen kleinen Überblick, wie es sich bei uns so wohnt und lebt und was uns von anderen Wohnheimen unterscheidet.
Wohngemeinschaft
Geprägt wird das Leben im KAR vor allem durch die Gemeinschaft in den einzelnen Fluren. Jedes Zimmer im KAR befindet sich in einem von drei Fluren bzw. Etagen. Die Bewohner eines Flures teilen sich eine Wohnküche und ein Bad. Daher sieht man die Bewohner im eigenen Flur am meisten, auch wenn die anderen Flure nur wenige Stufen entfernt sind. Je nach Lust und Laune unternehmen Flurbewohner Spiele- oder Filmabende, kochen oder grillen gemeinsam oder veranstalten einen "Floorcrawl".
Austauschstudenten
Ziemlich einzigartig für das KAR ist, dass wir 9 von 35 (25%) unserer Zimmer an Austauschstudenten vergeben. Anders als unsere Festmieter wohnen Austauschstudenten in der Regel nur ein bis zwei Semester bei uns. Die Wohndauer von Austauschstudenten ist dabei praktisch immer durch die Länge des konkreten Austauschprogramms begrenzt. Schön an dem Konzept ist, dass man jedes Semester neue Einblicke in Kulturen (und Essen!) aller Welt gewinnen kann. Nicht so schön sind die Abschiede liebgewonnener Mitbewohner am Ende eines jeden Semesters.
Hausaktivitäten
Selbstverständlich ist das Leben im KAR nicht auf den eigenen Flur beschränkt. Bewohner anderer Flure kommen spätestens dann zu Besuch, wenn in der eigenen Küche das Backpapier aufgebraucht ist. Doch auch gemeinsam mit dem ganzen Haus unternehmen wir Aktivitäten. Im Sommer veranstalten wir meist einen Hausputz und grillen im Anschluss als Belohnung gemeinsam. Im Winter bereiten und kochen wir alle gemeinsam ein großes Christmas Dinner, zu dem wir alle overdressed erscheinen. Wir bemühen uns außerdem einmal pro Semester als Haus eine Wohnheimsparty zu veranstalten.
Selbstbestimmung
Das KAR wird im Stile einer Basisdemokratie von seinen Bewohnern selbst organisiert und verwaltet. Das heißt, dass wichtige Entscheidungen von den Bewohnern selbst gefällt werden und nicht von einem omnipotenten Wohnheimsverwalter. Mit großer Macht kommen natürlich auch große Verantwortung und Aufgaben, die sich die KAR-Bewohner stellen müssen. Dazu haben wir mehrere Tutorerämter, Flursprecher und Haussprecher.
Tutorenämter
Durch die Selbstverwaltung fallen im Wohnheim Aufgaben an, die normalerweise von einem Wohnheimverwalter erledigt werden würden. Das geht von Kleinigkeiten wie dem Gießen der Pflanzen im Treppenhaus über das Lesen der Bewerbungen bis hin zum Betreiben des Hausnetzwerks, sodass wir alle Internet haben. Bewohner, die Spaß an solchen Aufgaben haben, können diese im Rahmen eines Tutorenamts semesterweise übernehmen.
Pancakeminister
Als Pancakeminister hat man eigentlich die Aufgabe, gelegentlich ein Pancake-Frühstück zu organisieren. Traditionell finden diese sonntagsmorgens in der Küche des jeweiligen Pancakemisters statt. Die dazu nötigen Zutaten und geeignete Pfannen werden von der Hauskasse spendiert. Der Pancakeminister selbst kümmert sich vor allem um die Organisation und eventuell den Einkauf und die Zubereitung.
Pflanzenminister
Als Pflanzenminister übernimmt man das Gießen der Pflanzen im eigenen Flur. Je nach Eigenambition kann man sich natürlich auch um die Blätter, Erde und eventuell sogar ums Düngen kümmern. Meist sind es auch die Pflanzenminister, die an den Wohnheimsmauern Blumen- und Gemüsebete anlegen. Sie sind auch meist gute Ansprechpartner, wenn es um verschiedene Kräuter geht, die rund ums Wohnheim wachsen.
Pizzaminister
Wir haben im Keller eine große Kühltruhe mit verschiedenen Pizzen und Eis im Sommer. Den Inhalt der Truhe verkaufen wir praktisch zum Einkaufspreis an alle Bewohner weiter. Daher hat die Truhe natürlich ein großes Schloss. Die Schlüssel zum Schloss und eine Kasse mit Wechselgeld haben unsere Pizzaminister. Sie nehmen Bezahlung an und rücken Pizza und Eis raus. Ganz einfach.
Bewerbungsminister
Unsere Bewerbungsminister beschäftigen sich vor allem mit dem Durchlesen der Bewerbungen aus unserem Bewerbungsformular. Wird ein Zimmer frei, machen sie sich zusammen mit dem jeweiligen Flur auf die Suche nach passenden Kandidaten. Dazu wird zunächst viel gelesen und dann werden Bewerbungsgespräche zwischen den Bewerbern und den potenziellen zukünftigen Mitbewohnern geplant. Die Zimmervergabe erfolgt letztendlich demokratisch durch die Bewohner des betroffenen Flurs, nicht durch die Bewerbungsminister selbst.
Internetminister
Die Internetminister kümmern sich vor allem darum, dass alle Zimmer einen funktionierenden Internetanschluss haben. Sie betreiben außerdem verschiedene WLANs, diese Website und allerlei wohnheimsinterne Dienste. Dazu werden eigene Switches, Router und Server installiert und gewartet. In der Rolle kann man sich ganz schön austoben und einiges an praktischer Erfahrung neben einem möglicherweise sehr theoretischen Studium sammeln.
Flursprecher
In der Regel wählen die Flure jedes Semester jeweils einen Flursprecher. Diese Person ist der erste Ansprechpartner, sobald es irgendwo Schwierigkeiten gibt. Wie der Name schon impliziert, vertreten die Flursprecher generell die Interessen ihres jeweiligen Flurs gegenüber dem Haus. Zu Beginn eines Semesters organisieren die Flursprecher in ihren Fluren meist ein Flurtreffen. Beim Flurtreffen werden vor allem neuen Austauschstudenten und ggf. neuen Mitbewohner der wöchentliche Küchendienst erklärt. Außerdem werden meist größere Events wie Fluressen und Floorcrawls geplant.
Haussprecher
Die Haussprecher sind vor allem die Kontaktpersonen zu unserem Trägerverein. Generell vertreten sie die Interessen des Hauses und geben an den Trägerverein weiter, wenn etwas im Wohnheim nicht stimmt oder etwas benötigt wird. Zum Beispiel wenn eine Wasserleitung platzt und ein Besuch der Hausmeister nicht schaden würde. Die Haussprecher kümmern sich auch darum, dass neue Mitbewohner ihren Mietvertrag und letztendlich ihren Zimmerschlüssel bekommen. Außerdem sind die Haussprecher Ansprechpartner für die Flursprecher, mit denen sie gemeinsam die Wohngemeinschaft und das Haus zusammenhalten.
Hausvollversammlung
In der Basisdemokratie des KAR ist die Hausvollversammlung (HVV) das größte Gremium. Sie umfasst alle Hausbewohner und tagt mindestens einmal im Semester. In ihr werden alle Angelegenheiten besprochen, die alle Bewohner betreffen. Dazu gehört unter anderem die Wahl der Haussprecher und der Minister für die Tutorenämter. Die HVV stößt auch die Planung von Wohnheimsparties und Hausevents wie unserem jährlichen Christmas Dinner an.
Ausstattung
Pro Flur gibt es ein Gemeinschaftsbad sowie eine Wohnküche. In jedem Gemeinschaftsbad gibt es zwei WCs und zwei Duschen. Jede Küche ist mit Kühlschränken, Tiefkühlschrank, Regalfächern und einem Elektroherd mit Backofen ausgestattet. Im Untergeschoss des KAR befinden sich der Fahrradkeller, die Waschküche, der Partykeller, das Getränkelager und ein gut ausgestatteter Fitnessraum. Wir haben außerdem eine randvolle Pizzatruhe, falls dir am Wochenende mal das Essen ausgeht oder du im Sommer ein Eis brauchst.
Zimmer
Die Zimmer im KAR sind 15 qm groß, voll ausgestattet mit Einbauschrank, Regal, Bett, Schreibtisch, Stuhl, Waschbecken und einem 1 Gbit LAN-Internetanschluss. Viele unserer Festmieter bringen dennoch ihr eigenes Bett und oft auch Schreibtisch und Stuhl mit. Um für die eigenen Möbel Platz zu machen, haben wir im Keller ein Möbellager, in dem, solange der Platz reicht, Zimmerinventar eingelagert werden kann. Insofern können wir unsere Zimmer nach Lust und Laune gestalten, solange der Ausgangszustand beim Auszug wiederhergestellt wird.
Mietpreise
Die Warmmiete (also inklusive Strom, Wasser, Heizung) beträgt 282€ pro Zimmer und Monat. Bei Einzug wird eine Kaution von 500€ für das Zimmer/Inventar hinterlegt.
Trivia
Im Jahre 2003 beschloss der Trägerverein Studierendenwohnheim des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) e.V. auf dem ehemaligen Gelände der Kinderklinik das alte Schwesternwohnheim anzumieten. Für eine Weile trug das Gebäude daher die Bezeichnung SchweWo. Es wurde zum 1. Oktober 2003 bezogen und trägt heute den Namen Kolleg am Ring. Das Gebäude ist mittlerweile denkmalgeschützt, unter anderem vermutlich wegen des Mosaiks an der Vorderseite.